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Edition der „theologischen Jugendschriften“ F.W.J. Schellings (FWF Projekt P 23444-G15)

Prof. Dr. Christian Danz, Mag. Christopher Arnold, Dipl.-Theol. Uta-Marina Danz, stud. theol. Alexander Hrncir

Friedrich Wilhelm Joseph Schelling

Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775-1854) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Vertretern des Deutschen Idealismus. Im Jahre 1790 begann Schelling mit einer Sondergenehmigung das Studium der evangelischen Theologie am Tübinger Stift. Das Magisterstudium schloss er im September 1792 mit seiner Magisterdissertation De malorum origine ab und begann im Wintersemester 1792/93 mit dem Studium der Theologie, welches er im November 1795 mit dem Konsistorialexamen beendete. Bereits auf der Klosterschule in Bebenhausen, die er von 1786 bis 1790 zur Vorbereitung auf das Theologiestudium besuchte, und während des Studiums beschäftigte er sich intensiv mit philosophischen (Immanuel Kant, Leibniz, Platon) und vor allem theologischen Fragestellungen (Hermeneutik, Bibelexegese, Gnosis). Schellings Magisterdissertation von 1792 sowie der im Jahr 1793 erschienene Aufsatz Ueber Mythen zeugen von einer engen Vertrautheit mit den exegetischen Methoden und Debattenlagen in der späten Aufklärungstheologie.

Seit dem Jahre 2007 werden an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien in vom FWF geförderten Editionsprojekten theologische Texte des jungen Schelling für die Historisch-kritische Ausgabe der Werke Schellings ediert. Diese „theologischen Jugendschriften“ sind bisher kaum der Forschung bekannt und wissenschaftlich noch nicht erschlossen. Bei diesen Texten aus dem Berliner Schelling-Teilnachlass aus dem Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften handelt es sich um exegetische Ausarbeitungen des jungen Schelling zu alt- und neutestamentlichen Schriften. In seine Tübinger Studienhefte hat Schelling sowohl Nachschriften von alttestamentlichen und theologischen Vorlesungen als auch eigene Ausarbeitungen und Stellenkommentare zu den Psalmen, Jesaja und Jeremia sowie dem Römer- und Galaterbrief des Apostels Paulus niedergeschrieben. Diese neuen Quellen dokumentieren auf einzigartige Weise den theologiegeschichtlichen Hintergrund der philosophischen Debatten in der frühen nachkantischen Philosophie.

In dem aktuellen FWF-Projekt werden folgende Texte für die „Historisch-kritische Ausgabe“ der Werke F.W.J. Schellings bearbeitet:

Band II/2 (7 Texte aus den Jahren 1789 bis 1792):

  1. Vorlesungsnachschrift Christian Friedrich Schnurrer: Hiob I (1789/90)
  2. Vorlesungsnachschrift Christian Friedrich Schnurrer: Hiob II (1790)
  3. Vorlesungsnachschrift Christian Friedrich Schnurrer: Hiob III (1790)
  4. Ausarbeitung zu den Psalmen (1789)
  5. Ausarbeitung zu den Psalmen (1792)
  6. Animadversiones in Jeremiam et Jesayam (Eigenständige Ausarbeitungen Schellings aus dem Jahre 1790/91)
  7. Jeremias (Nachschrift einer Vorlesung von 1790/91)

 

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