"Die Institution der Ehe wird durch die Ehe für alle aufgewertet."

Ulrich Körtner im Gespräch mit Andreas Main

Moralisierung in Politik und Gesellschaft gefährde die Demokratie, sagte der Wiener Theologe Ulrich Körtner im Dlf. Er forderte, "der Tyrannei des moralischen Imperativs in Politik und Kirche Einhalt zu gebieten." Auch die Debatte um die Ehe für alle werde irrational geführt, so Körtner.

"Eine verantwortungsethische Position kann nicht darüber hinwegsehen, dass gerade der offene Verfassungsstaat ohne Grenzen und Begrenzungen nicht bestehen kann."

In der politischen Debatte werde immer entschiedener geurteilt, was richtig und falsch ist, und dabei außer Acht gelassen, dass es dazu auch andere christlich begründete Standpunkte geben könne. Das führe zu einer Re-Politisierung der Religion und einer Re-Theologisierung der Politik.

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→ Audio-Datei (deutschlandfunk.de vom 29.06.2017) (folgt)