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Anknüpfung an bereits bestehende Partnerschaftsprogramme

1. Deutsches Studienprogramm „Studium im Mittleren Osten“

Martin Tamcke
Martin Tamcke
Uwe Gräbe
Uwe Gräbe
Claudia Rammelt
Claudia Rammelt
Heinrich Georg Rothe
Heinrich Georg Rothe
George Sabra
George Sabra

Das deutsche Studienprogramm „Studium im Mittleren Osten“  besteht seit 10 Jahren. Es vermittelt ein Studium für evangelische Theologen an der Near East School of Theology, wurde aber jüngst ausgeweitet auf Religionswissenschaftler und katholische Theologen. Es gibt einen wissenschaftlichen Beirat, dem folgende Personen angehören:

Dr. Sara Binay (Interkulturelle Trainerin, Spezialistin für den Arabischen Raum)
Pfr. Dr. Owe Boersma (Referent für Afrika und den Mittleren Osten beim EMW)
Pfr. Susanna Faust-Kallenberg (Islamreferentin des Zentrums Ökumene, Frankfurt)
Prof. Dr. Andreas Feldtkeller (Religionswissenschaftler an der Universität Berlin)
Dr. Hans Christoph Gossmann (ehemals Islamreferent der Nordelbischen Landeskirche)
Pfr. Dr. Uwe Gräbe (Geschäftsführung des SiMO)
Prof. Dr. Assad Kattan (Lehrstuhl für Orthodoxe Theologie der Universtität Münster/Universität Balamand)
Dr. Martin Lückhoff (Partnerschaft mit der Rum-Orth. Kirche von Antiochia)
Prof. Dr. Klaus Otte (ehemaliger Dozent an der NEST)
Dr. Claudia Rammelt (ehemalige Studentin an der NEST)
Prof. Dr. Wolfram Reiss (Religionswissenschaftler an der Universität Wien)
Heinrich-Georg Rothe (Islamreferent der Württ. Landeskirche, Geschäftsführender Ausschuss)
Dr. George Sabra (Präsident der NEST)
Prof. Dr. Martin Tamcke (Prof. für Kirchengeschichte mit Schwerpunkt Orient. Kirchen, Göttingen; Vorsitzender des Beirats)
Pfr. Jonas Weiß-Lange (Pfarrer der Dt. Evang. Gemeinde Beirut)
Frederike Weltzien (ehemalige Pfarrerin der Dt. Evang. Gemeinde Beirut)
Dr. Uta Zeuge (ehemalige Studentin an der NEST)

 

Der Beirat tagt jährlich ein- bis zweimal pro Jahr, legt die Richtung des Studienprogramms fest, pflegt durch Konsultationen und Symposien den Kontakt mit der Near East School of Theology und bestreitet aus seinem Kreis ein Gremium, das jährlich die Auswahl der Studierenden vornimmt.

 

Es gibt des Weiteren einen Geschäftsführenden Ausschuss des Studienprogramms „Studium im Mittleren Osten“. Dieser besteht konstitutiv aus dem Nahostreferenten des Evangelischen Missionswerks (z. Zt. ist dies Pfr. Andreas Mauerer, der selbst 6 Jahre in Beirut lebte), sowie zwei gewählten Mitgliedern (z. Zt. OKR Heinrich Rothe, Islamreferent der Evangelischen Kirche in Württemberg und Dr. Claudia Rammelt, ehemalige Studentin an der NEST).

 

Die Mitglieder des Geschäftsführenden Ausschusses bereiten die Sitzungen des Beirates vor, sind Hauptansprechpartner für die entsendenden und rückkehrenden Studierenden. Sie organisieren eine Tagung zur Vorbereitung sowie eine Tagung zur Nachbereitung des Studienaufenthaltes sowie in unregelmäßigem Abstand Konsultationen mit der NEST. Im WS 2010/11 fand die Nachbereitung erstmals in Wien statt, da drei Studenten aus Wien erstmals an der NEST studierten

 

Im Vorfeld der Entsendung ist der Nahostreferent behilflich bei Fragen von Visa und Kontakten zur NEST sowie in sämtlichen Fragen, die während des Aufenthaltes auftreten. Es bestehen gute Kontakte zur Evangelischen Gemeinde in Beirut sowie zur Deutschen und zur Österreichischen Botschaft. Dies bedeutet, dass auch im Krisenfall Studierende aus Deutschland und Österreich bestens sowohl durch Ansprechpartner vor Ort als auch durch Ansprechpartner in Deutschland betreut werden.

 

Im Jahr 2006 als Israel den Libanon bombardierte, konnten so z. B. schnell und effektiv Studierenden geholfen werden und die Rückreise organisiert bzw. als Ersatz ein Studium an einer ägyptischen Institution vermittelt werden.

 

> Motivationen, die zur Begründung des deutschen SIMO-Programms führten (Dr. Paul Löffler)

2. Freundschaftliche Beziehungen zur Rum-Orthodoxen Kirche von Antiochia

Metropolit Georgis Abu Zakhem (2.v.l.), Archimandrit Dr. Hanna Haikal (2.v.r.) mit Dekan Dr. Martin Lückhoff, Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Predigerseminardirektor Dr. Manuel Goldmann (v.l.) in der Brunnenkirche in Hofgeismar
Prof. Dr. Wolfram Reiss mit ehemaligen Stipendiaten der Rum-Orthodoxen Kirche: Prof. Dr. Assad Kattan (Universität Münster), Prof. Dr. Daniel Ayoush (Balamand-Universität), Prof. Dr. George Tamer (Ohio State University) und seiner Gattin Abla

Seit ca. 20 Jahren gibt es freundschaftliche Beziehungen zwischen der Evangelischen Kirche in Kurhessen und Waldeck mit der Rum-Orthodoxen Kirche von Antiochia. In diesem Zusammenhang kamen in den 90er Jahren mehrere Theologen aus Syrien und dem Libanon für mehrjährige postgraduates-Studien nach Deutschland.

 

In der Funktion als Leiter des Studienkollegs für orthodoxe Stipendiaten der EKD in Erlangen (1990-1996) hat Prof. Dr. Wolfram Reiss, einen großen Teil dieser Studenten betreut. Aufgefallen sind diese Studierenden durch ihre unglaubliche Sprachenkompetenz sowie durch ihre ökumenische Offenheit und ihre Fähigkeit zur sprachlichen und kulturellen Vermittlung im interreligiösen Dialog mit Muslimen.

 

Die meisten sprechen nicht nur Arabisch, sondern Französisch, Englisch und Griechisch fließend. Aufgrund dieser Basis lernten sie nicht nur innerhalb von einem Jahr akzentfrei Deutsch, sondern legten teilweise darüber hinaus noch zusätzlich in diesem Zeitraum Graecum, Hebraicum und Latinum ab.

 

Drei dieser begabten Studierenden sind mittlerweile als Professoren an die Theologische Fakultät der Balamand-Universität zurückgekehrt. Einer von ihnen, Prof. Dr. Daniel Ayouch, ist Studiendekan der Theologischen Fakultät. Diese Kontakte waren Anlass der Überlegungen, den einen Studienaustausch mit der Universität Wien zu gestalten.

 

Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland haben bei einer 2010 durchgeführten Tagung zum 20jährigen Bestehen der Kirchenfreundschaft zwischen der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck und der Rum-Orthodoxen Kirche sehr stark hervorgehoben, welch großer Schatz diese Freundschaft darstelle angesichts dessen, dass die evangelisch-orthodoxen Beziehungen ansonsten eher in einer Krise stecken. Es sei sehr stark zu wünschen, dass diese Kontakte auch für andere Kirchen fruchtbar gemacht werden. So OKR Dr. Johann Schneider und OKR Jens Nieper auf einer Tagung mit Professoren der Universität Balamand, 12.-14.09.2010. Darüber hinaus forderte Kirchenrat Georg Richter im Rückblick auf die langjährige Freundschaft, dass es unbedingt notwendig sei, dass auch einmal Studenten aus Europa für längere Zeit in den Libanon gehen, um Arabisch zu lernen und sich mit dem Islam und mit Orientalischen Kirchen vertraut zu machen. Genau diese Intention verfolgt das Non-EU Exchange Program.

 

Hilfreich beim Aufbau dieser Beziehungen wird vermutlich auch sein, dass zur Zeit Waseem Haddad ein Absolvent des Theologischen Seminars der Universität Balamand an der Evangelisch-Theologischen Fakultät Universität Wien als Assistent in Ausbildung tätig ist (1.3.2009-28.2.2013).

 

> Freundschaft mit der Rum-Orthodoxen Kirche von Antiochia

3. Verein der Freunde der NEST e.V.

Aus dem Kreis der ehemaligen Studierenden an der NEST hat sich 2005 ein Verein gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Kontakte zu der Near East School of Theology und untereinander zu pflegen.

 

Parallel zu den Einführungs- und Nachbereitungstagungen, die von dem Studienprogramm „Studium im Mittleren Osten“ organisiert werden, initiiert der Verein Treffen von Ehemaligen um interkulturelle und interreligiöse Fragen auch nach dem Libanonaufenthalt noch weiterhin zu diskutieren und sich gegenseitig über Forschungsprojekte auf dem Laufenden zu halten. Im Besonderen geht es dem Verein darum,

  • den persönlichen und wissenschaftlichen Austausch mit derzeitigen und ehemaligen Dozenten / Dozentinnen und Studenten / Studentinnen der NEST zu ermöglichen und zu fördern;
  • die NEST zu unterstützen;
  • die ehemaligen Studenten / Studentinnen des SiMO-Programms zu vernetzen, so dass diese sich untereinander austauschen und den Kontakt zur NEST aufrechterhalten können (Alumni);
  • den Austausch und die Zusammenarbeit mit den Trägern des SiMO-Programms zu pflegen;
  • Kontakt und Austausch mit den Institutionen ähnlicher Studienprogramme zu pflegen;
  • das SiMO-Programm bekannt zu machen;
  • Informationen über die NEST und ihre Trägerkirchen weiterzugeben.

Die Existenz dieses Vereins ist einer der wesentlichen Faktoren, um die Nachhaltigkeit des Studiums zu gewährleisten. Die Mitglieder des Vereins sind zugleich diejenigen, die am besten Detailfragen von Studierenden beantworten können, die sich unmittelbar auf einen Studienaufenthalt vorbereiten. 

 

Homepage: http://www.freunde-der-nest.de/

4. Projekte der Caritas Österreich im Libanon

Die Caritas Österreich unterstützt verschiedene Projekte im Libanon. Dies betrifft z.B. Hilfen für palästinensische Flüchtlinge, ein Frauenhaus für Arbeitsmigrantinnen und Flüchtlingsfrauen, Behinderte sowie die Unterstützung der pädagogischen Bildung von Mädchen. Vor, während und nach dem Aufenthalt ist es möglich, sich über diese Projekte zu informieren und so auch längerfristig in Kontakt zu bleiben.

Erste Informationen können auf der Homepage der Caritas eingeholt werden:

> Caritas Salzburg - Auslandshilfe Libanon

Wer einen Besuch plant oder weitere Informationen möchte, sollte mit Stefan Maier (Stefan.Maier@caritas-salzburg.at), dem Leiter der Auslandshilfe der Caritas Salzburg und Nahost-Koordinator der Caritas Österreich, Kontakt aufnehmen.

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