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Studienmöglichkeit II an der Balamand-Universität

Universität von Balamand
Balamand-Kloster
Bibliothek von Balamand
Vizepräsident Prof. DDr. George Nahas
Studentenfest auf dem Campus der Balamand-Universität
Ausritt von Prof. Dr. Nicolas Abou Mrad mit Amina und Lea Reiss

Alternativ zum Studium an der NEST und an der St. Josef-Universität gibt es die Möglichkeit, an der University of Balamand zu studieren. Die Kernzelle der University of Balamand ist das St. John of Damascus Theological Institute mit dem nahegelegenen Balamand-Kloster. Es dient als offizielle Ausbildungsstätte der Griechisch-Orthodoxen (Eigenbezeichnung: Rûm-Orthodoxen) Kirche von Antiochia. Es wurde bereits im 19. Jh. begründet, aber 1971 neu begründet und seit 1988 um nicht-theologische Disziplinen erweitert und zu einer Universität ausgebaut. Sie ist die einzige orthodoxe kirchliche Universität im Vorderen Orient.

Die Rum-Orthodoxe Kirche von Antiochia zeichnet sich dadurch aus, dass sie im Unterschied zu vielen anderen christlichen Denominationen des Libanon sehr stark ihren arabischen Charakter betont und den muslimisch-christlichen Dialog fördert. Rum-orthodoxe Christen engagierten sich bei der Erneuerung der Arabischen Sprache und bei der arabischen Erweckung im 19./20. Jh.  und beteiligen sich aktiv am nationalen Diskurs über gesellschaftliche und politische Themen. Zugleich bildeten sie jedoch während des libanesischen Bürgerkriegs keine eigene Miliz und verstehen sich von daher als Vermittler zwischen den verschiedenen religiösen und politischen Positionen im Libanon. Es besteht seit 20 Jahren eine Kirchenfreundschaft zu einer evangelischen Kirche in Deutschland, so dass sie auch in der christlichen Ökumene eine wichtige Mittlerrolle zwischen der Welt der Orthodoxie und den westlichen Kirchen einnehmen.

 

Die Universität befindet sich im Nordlibanon, 15 km von der Stadt Tripolis entfernt mit einem großen und modernen Campus, von dem man einen phantastischen Blick auf das Mittelmeer hat. Insgesamt beherbergt die Universität 9 Fakultäten, an denen ca. 5000 Personen studieren. Ein Großteil der Studenten kommt aus dem Libanon bzw. aus den angrenzenden Ländern Syrien und Jordanien. Es gibt auch ausländische Studierende aus dem Westen, allerdings handelt es sich dabei meist um Exillibanesen. Dies bedeutet, dass man hier sehr viel stärker wirklich in einem arabischen Umfeld und mit arabischen Kommilitonen studiert. Dementsprechend wird bei dem Studienprogramm in Balamand sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Studierenden sich die arabische Sprache aktiv aneignen. Dies geschieht in Kleinstkursen mit einer speziell ausgebildeten Lehrerin. Die offizielle Unterrichtssprache ist jedoch ansonsten Englisch. An einigen Fakultäten werden jedoch auch Kurse in Französisch und Arabisch unterrichtet.

 

Von besonderem Interesse für österreichische Studenten sind das Center for Muslim-Christian Dialogue sowie das Institute of History, Archeaology, and Near Eastern Heritage. Am Center for Muslim-Christian Dialogue besteht die Möglichkeit, in zwei Jahren ein Masterstudium in „Muslim-Christian Studies“ zu absolvieren. Dieses Programm umfasst Kurse zur Geschichte des Islam und des Christentums im Nahen Osten, zu philosophischen Strömungen in Islam und Christentum im Nahen Osten, zum gegenwärtigen politischen Diskurs sowie zu theologischen und ethischen Themen des christlich-muslimischen Dialogs. International renommierte muslimische und orientalisch-christliche Wissenschaftler werden als Gastdozenten eingeladen. Die Kurse finden in sehr kleinen Runden meist abends statt, weil ein Großteil der Studierenden bereits berufstätig ist. Das Projekt untersteht direkt dem Vizepräsidenten Prof. DDr. George Nahas und wird finanziell massiv gefördert. Studierende, die sich für die Welt der Orthodoxie interessieren, finden in der Theologischen Fakultät ein umfangreiches Programm und eine ausgezeichnet ausgestattete Bibliothek.

 

Als Ansprechpartner sind neben dem Assistenten des Vizerektors, der für die unmittelbare Abwicklung des Programms verantwortlich ist, drei Professoren an der Theologischen Fakultät vorhanden, die perfekt deutsch sprechen, da sie in Deutschland promovierten. Es sind dies Prof. Dr. Nicolas Abou Mrad (Promotion in Erlangen), Prof. Dr. Daniel Ayouch (Promotion in Münster) und Prof. Ramy Wanous (Doktorand in Marburg). Prof. Dr. Reiss betreute die genannten Wissenschaftler während ihrer Studienzeit in Deutschland, so dass persönliche Beziehungen vorhanden sind, die bei der Ausgestaltung des Programmes behilflich sein können.

weiterführende Informationen:

> Homepage der Universität von Balamand

Lehrveranstaltungen des Center for Christian-Muslim Dialogue 2009/2010

> Lehrveranstaltungsangebot des Dept. of History 2009/2010

> Impressionen eines Studenten der theologischen Fakultät

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