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Zielsetzung des Studienjahres im Libanon

Besuch eines schiitischen Zentrums
Schiitische Aschura-Feier in Nabatiyye im Südlibanon
Armenische Weihnachtsliturgie

Das Studienjahr im Libanon ist konzipiert für Studierende der Katholischen oder Evangelischen Theologie, der Religionswissenschaft und der Kultur- und Sozialanthropologie.

Ziel dieses Programms ist es, dass Studierende

  • intensiv Arabisch als gesprochene Sprache erlernen
  • die Kulturen und Religionen des Nahen Ostens exemplarisch kennen lernen
  • insbesondere den Islam und das orientalische Christentum in seinen gerade im Libanon vielfältigen Ausprägungen studieren
  • allgemeine Qualifikationen für den interkulturellen und interreligiösen Dialog erwerben
  • grundlegende Kenntnisse der politischen, sozialen, religiösen und kulturellen Prägungen des Nahen Ostens erwerben
  • den Aufenthalt nutzen, um Ideen zu sammeln, teilweise bereits Vorarbeiten und Feldforschungen betreiben für die Anfertigung von Diplom-, Magister und Doktorarbeiten, die sich mit christlich-muslimischen, religionswissenschaftlichen, europäisch-arabischen, anthropologischen, ethnologischen, politischen und anderen damit zusammenhängenden Themenfeldern beschäftigen
  • langfristig den europäisch-arabischen und muslimisch-christlichen Dialog fördern
  • ausgebildet werden, die aufgrund eigener Erfahrungen im Orient sowie sprachlicher und kultureller Kompetenz zu Vermittlern zwischen westlichen und orientalischen Vorstellungen in Österreich werden können

für Studierende der Theologie

Bischof, Studenten und Priester im Balamand-Kloster
Kirchenfreundschaft zwischen der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck und der Rum-Orthodoxen Kirche von Antiochia

Ein Studienaufenthalt ist für Studierende der Theologie besonders interessant, da

  • durch das Studienjahr eine Qualifizierung im interreligiösen Dialog ermöglicht wird
  • die University of Balamand eine Spezialisierung und Professionalisierung im Bereich der Ostkirchenkunde ermöglicht
  • die NEST, an der Studierende unterschiedlicher Konfessionen studieren, einen fachlichen, aber auch persönlichen Austausch in theologischen Fragestellungen bietet und darüber hinaus auch Kontakte zu verschiedenen Führungspersonen der Kirchen im Libanon pflegt
  • die Stadt Beirut viele unterschiedliche christliche Konfessionen beherbergt - für Forschungsfragen der Liturgie ist dieses dichte Nebeneinander von Konfessionen sehr günstig
  • neben ökumenischen Fragestellungen auch interreligiöse Fragestellungen behandelt werden, besonders im Bereich der Islamkunde (nicht nur sunnit. Islam, sondern auch Schiiten, Aleviten, Drusen und Sufis sind im Libanon vertreten und sind Gegenstand der Lehrveranstaltungen an der NEST)

für Studierende der Religionswissenschaft

Plakat der „Bewegung des islamischen Dschihad in Palästina“

Für Studierende der Religionswissenschaft bietet das Studium im Libanon einzigartige Möglichkeiten:

  • Durch die Zahl von 18 historischen Religionsgemeinschaften (12 christliche Konfessionen, verschiedene muslimische Gruppierungen wie Sunniten, Schiiten, Aleviten, Ismailiten und Drusen) bietet der Libanon einzigartige Möglichkeiten einer religionswissenschaftlichen Feldforschung.
  • Das Erlernen der arabischen Sprache ist eine wichtige und grundlegende Qualifikation für Religionswissenschaftler/innen, vor allem für das Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten zum Islam
  • Der Studienaufenthalt im Libanon bietet Religionswissenschaftlern/innen die Möglichkeit, sich auf den geographischen Raum des Mittleren Ostens zu spezialisieren.

für Studierende der Kultur- und Sozialanthropologie

Kinder des palästinensischen Lagers Ein al-Helwa führen Tanz auf
Schlagersänger Toni

Für Studierende der Kultur- und Sozialanthropologie bietet ein Studienaufenthalt im Libanon die Möglichkeit:

  • Feldforschungen zu betreiben und so die im Studium erlernte Theorie in die Praxis umzusetzen
  • fachspezifische Schlüsselqualifikationen wie interkulturelle und fremdsprachliche Qualifikationen auch in der Praxis zu erlernen
  • die Perspektive des "fremden Blickes" einzunehmen, von außen auf eine Gesellschaft zu blicken und so neue Fragestellungen zu formulieren, besonders auch für den eigenen gesellschaftlichen Kontext.
  • das Aufeinandertreffen von "westlichen" Einflüssen und islamischen Denktraditionen generiert ein kosmopolitisches Klima, indem Studierende die Relevanz von Religion, Konfession und Identität in einem multikulturellen Kontext erleben können. Dahingehend ist das Studienjahr eine hervorragende Möglichkeit Forschungen zu den Bereichen Identität/Alterität und/oder Multikulturalität/Interreligiösität durchzuführen
  • phönizische, römische und griechische Ausgrabungsstätten zeugen von dem reichen historischen Erbe der Region.  Viele kulturelle/historische Versatzstücke prägen bis heute das soziale Gefüge des Libanons. Dahingehend können AnthropologIinnen, die sich für die materielle Kultur des Mittleren Ostens und/oder die Museumsethnologie interessieren reichhaltig forschen.
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