Studieren im Oman

Rahmenbedingungen

Die Sicherheit im Oman ist ausgezeichnet. Im Unterschied zu anderen Ländern des Nahen Ostens gibt es seit den 1970er Jahren kaum religiöse oder ethnische Spannungen, keine Terroranschläge, Bürgerkriege oder militärische Auseinandersetzungen. Die Kriminalitätsrate ist minimal. Die Wirtschaft ist im Auftrieb. Der Staat steckt ein Viertel des Budgets in Bildung. Frauen profitieren von den neuen Bildungsangeboten am meisten. 82% der Studierenden in Nizwa sind Frauen. Man achtet sehr auf nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, auf Umweltverträglichkeit, auf die Wahrung von Traditionen. Toleranz gegenüber anderen Religionen wird betont. So gibt es Hindutempel, Sikh-Gurudwaras, Kirchen für verschiedene Denominationen, in denen freie Religionsausübung gewährleistet wird. Dem Staat steht ein absolutistisch herrschender Sultan vor. Minister und parlamentarische Gremien haben nur beratende Funktion. Sultan Qaboos wird jedoch von der Mehrzahl der Einwohner sehr verehrt, weil er das Land innerhalb von wenigen Jahrzehnten aus wirtschaftlicher Rückständigkeit in eine moderne  funktionierende Wohlstandsgesellschaft geführt und dafür gesorgt hat, dass nicht nur eine kleine Elite, sondern breite Gesellschaftsschichten von den Reformen profitierten.

Das Land gibt sich als sehr aufgeschlossen gegenüber dem Westen und radikale Entwicklungen im Islam werden scharf verurteilt. Gleichzeitig hat man den Anspruch, an uralten Traditionen des Islams festzuhalten. Die Gesellschaft ist sehr religiös. Es gibt eine strenge Geschlechtertrennung. Fast alle Frauen tragen den Schleier, manche auch den Gesichtsschleier. Es gibt aber keine Pflicht für Europäerinnen, den Schleier zu tragen. Es gilt als ungehörig, wenn Frauen in der Öffentlichkeit die Schultern nicht bedecken, Männer sich in kurzen Hosen oder freiem Oberkörper zeigen. Omanis sind in der Kontaktaufnahme eher zurückhaltend, allerdings sehr gastfreundlich, wenn man sie anspricht. Die hygienischen Bedingungen, Sauberkeit und die medizinische Versorgung sind flächendeckend gut. Das Straßennetz ist ausgezeichnet. Der öffentliche Verkehr ist mit Bussen und Sammeltaxis gut ausgebaut und günstig, allerdings wird es fast ausschließlich von den indischen, pakistanischen und philippinischen Gastarbeitern genutzt. Das Autofahren ist recht geruhsam und erfolgt unter Beachtung von Verkehrszeichen, Geschwindigkeitsbeschränkungen und (!) ohne Hupen.