Anlass für dieses geplante Projekt ist die Wahrnehmung einer gesellschaftlich bedeutsamen Ambiguitätsexplosion. Dem gegenüber weisen die religiösen Gegenstände und religiöse Sprache eine Ambiguitätshaltigkeit auf und gibt es im theologischen Kontext unterschiedliche Erfahrung im Umgang mit Ambiguität. Leiten lassen wir uns vor dem Hintergrund von der Annahme, dass religionsbezogene Bildungsprozesse einen Beitrag zum reflektiert-toleranten Umgang mit Mehrdeutigkeit leisten können und sollten. Kernanliegen des Forschungsprojektes ist es deshalb, empiriebasiert wie auch hermeneutisch, den Umgang mit Ambiguität in religionsbezogenen Bildungszusammenhängen zu erheben, zu analysieren und religionsdidaktische Konsequenzen formulieren zu können. Aufgrund der fachdidaktischen Zusammensetzung der Forschungsgruppe und den regional wie konfessionell-religiös unterschiedlich ausgeprägten Hintergründen ist es möglich, sichtbare Interaktionen zum Umgang mit Ambiguität in unterschiedlichen Kontexten zu erforschen und “geronnene” Konstruktionen und Umgangsweisen mit Ambiguität in Unterrichtsmaterial zu erheben.
Aktivitäten, Publikation, Kooperationspartner*innen
Internationales Symposium auf dem International Seminar on Religious Education and Values (ISREV) 2021 stattgefunden, dessen Inhalt in "Theo-Web - Academic Journal of Religious Education" (2022) veröffentlicht wurde. 2024 multidisziplinäre und interreligiöse Tagung m RPI Loccum.
Kooperationspartner*innen: Prof. Dr. Karlo Meyer (Saarbrücken), Prof. Dr. Stefanie Lorenzen (Bamberg), Prof. Dr. Helena Stockinger (Linz), Prof. Dr. Fahimah Ulfat (Münster).
Themenheft: Exploring and Engaging Ambiguity in Religious Education, 21. Jahrgang 2022, Heft 1; Eigenbeitrag: Ambiguity - in school material, in: Theo-Web. 21 (2022) H. 1, 45-60
In Planung: FWF/DFG-Antrag in 2026